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häufige Augenerkrankungen

Übersicht in alphabetischer Reihenfolge*

.Ablatio retinae, auch Netzhautablösung: Im Laufe eines Lebens können in der Netzhaut (Retina) Risse und Löcher entstehen. So kann Flüssigkeit aus dem dem Auginneren (Glaskörper) unter die Netzhaut gelangen und eine Netzhautablösung verursachen. Löst sich auch die Mitte der Netzhaut (Makula), reduziert sich das Sehvermögen besonders stark. Technische Hilfe (in Absprache mit Ihrer ärztlichen Betreuung): ein Bildschirmlesegerät.

.Achromatopsie, auch Farbenblindheit, Farbsinnstörungen: Die Wahrnehmung von Farben erfolgt im Auge durch die Zapfen (Sinneszellen in der Netzhaut). Fehlen diese, können Farbinformationen nur in abgestuften Grautönen wahrgenommen werden. Eine weiter Ursache für A., ist die Farbsinnstörung, bei der bestimmte Farben nicht oder nur schlecht wahrgenommen werden können. Ursache hierfür ist eine Störung bei der Bildung der Sehpigmente.

.Astigmatismus, auch Hornhautverkrümmung, Stabsichtigkeit: Unregelmäßige Hornhautkrümmung, die zu einem verzerrten, unscharfen Netzhautbild führt. A. ist meist angeboren oder die Folge von Narben einer Hornhautverletzung. Leichter A. kann mit einer optischen Brille korrigiert werden.

.Basaliom, auch Lidtumor : ist ein maligner (= bösartiger) Tumor der Haut des Ober- oder Unterlides. Die Entstehung wird z.B. durch Sonnenstrahlung gefördert. Merkmale sind: sichtbare Hautveränderung, Verlust der Wimpern etc.

.Diabetische Retinopathie, auch Diabetische Netzhauterkrankung: Chronische Durchblutungsstörung der Netzhaut durch die Folgen einer Diabetes-Erkrankung (Zuckerkrankheit). Zu Beginn des Krankheitsverlaufes werden die Folgen der Schäden an den kleinen Blutgefäßen oft übersehen. Später, im fortgschrittenen Stadium, können sich Gefäßwucherungen im Glaskörper bilden und es kann zu Blutungen kommen. Das führt zu einer massiven Sehbeeinträchtigung. Erblindung möglich! Technische Hilfe (in Absprache mit Ihrer ärztlichen Betreuung): ein Bildschirmlesegerät, bei Erblindung Textvorlesegerät oder PC-Brailleausstattung.

.Ektropium, auch Lidumstülbung: "Auswärtsdrehung" der Lidkante. Dadurch kommt es zu Schäden durch Austrocknung der Schleimhaut. Diese Krankheit wird durch ständiges Augenbrennen erschwert. Eine häufige Ursache ist die die altersbedingte Erschlaffung der Lidkante.

.Glaukom, auch Grüner Star: Krankhafte Erhöhung des Augeninnendruckes. Dieser führt zur Schädigung des Sehnervs durch Quetschung der Nervenfasern des Sehnervs und der Netzhaut. Es kann zu schweren Sehbeeinträchtigungen kommen. Technische Hilfe (in Absprache mit Ihrer ärztlichen Betreuung): ein Bildschirmlesegerät.

.Hyperopie, auch Hypermetropie, Weitsichtigkeit: Veränderte Brechkraft des Auges. Entfernte Objekte werden gut erkannt, nahe Gegenstände jedoch nur verschwommen wahrgenommen. Die Hauptursache dafür ist meist ein anlagenbedingter Verkürzung des Augapfels. (Im Unterschied zur Myopie , bei der der Augapfel zu lange baut.) In den meisten Fällen ist eine Weitsichtigkeit mit einer optischen Brille korrigierbar.

.Katarakt, auch Grauer Star: Eintrübung der Augenlinse. Das Umfeld wird nur nebelig, wie durch einen Schleier wahrgenommen. Verstärkt sich die Eintrübung, können Konturen und Farben nur mehr ineinander verschwommen erkannt werden. Es tritt auch oft Blendempfindlichkeit auf. Meist ist die Ursache dafür eine schlechte Nährstoffversorgung der Linse. Der Katarakt tritt häufig im hohen Lebensalter auf. Technische Hilfe (in Absprache mit Ihrer ärztlichen Betreuung): ein Bildschirmlesegerät.

.Konjunktivitis, auch Bindehautentzündung , Rotes Auge: Entzündung der Augenbindehaut, die sich auf der Innenseite der Augenlider befindet. Eine K. kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden: Pollen, Hausstaub, Kosmetik, starkes Licht (Solarium) etc.

.Makuladegeneration: Fortschreitende Zerstörung der zentralen Sehschärfe. Es sterben zunehmend Zellen im Bereich der nur 1,5 mm großen Makula auf der Netzhaut ab, die für das Scharfsehen zuständig ist. Der Betroffene sieht in der Mitte des Gesichtsfeldes zunehmend verschwommen, verzerrt oder nur mehr einen dunklen Fleck. Farben sind nur mehr schwer zu unterscheiden, Blendempfindlichkeit kann entstehen. MD ist eine sehr häufige Augenerkrankungen im höheren Lebensalter. (Altersbedingte Makuladegeneration AMD) Es gibt sehr unterschiedliche Verlaufsformen der Erkrankung. Technische Hilfe (in Absprache mit Ihrer ärztlichen Betreuung): ein Bildschirmlesegerät.

.Makulopathien: Sammelbegriff für Erkrankungen der Makula ("Stelle des schärfsten Sehens"). Die Sehzellen der 1,5 mm kleinen Makula auf der Netzhaut sind für die Farberkennung und das Wahrnehmen von Licht verantwortlich. Bei M. handelt es sich um eine Reduzierung dieser zentral gelegenen Sehzellen. Jede kleinste Schädigung der Makula führt zu einer Sichteinschränkung. Die Bildauflösung auf der Netzhaut wird ungenügend. Technische Hilfe (in Absprache mit Ihrer ärztlichen Betreuung): ein Bildschirmlesegerät.

.Morbus Stargardt, auch Erblich bedingte Netzhauterkrankung: Eine Netzhauterkrankung, bei der die Stelle des Scharfsehens, also die Makula zerstört wird. Diese Augenkrankheit beginnt im Jugendalter (juvenile Makuladegeneration). Morbus Stargardt kann derart über Generationen vererbt werden, dass erst die Urenkel oder Ur-Urenkel davon betroffen sind. Technische Hilfe (in Absprache mit Ihrer ärztlichen Betreuung): ein Bildschirmlesegerät.

.Myopie, auch Kurzsichtigkeit: In der näheren Umgebung erfolgt die optische Wahrnehmung scharf und deutlich. Weiter entfernte Gegenstände jedoch werden nur unscharf erkannt. Ursache: Das Auge baut im Verhältnis zur Brechkraft zu lange. (Im Unterschied zur Hyperopie, bei der das Auge zu kurz baut). Die von der Hornhaut und der Augenlinse gebrochenen Lichtstrahlen schneiden sich schon bevor sie die Netzhaut erreichen. Bei den meisten Fällen ist die Ursache eine Achsenmyopie. Bei dieser M. ist schlicht der Augapfel zu lange. In den meisten Fällen ist eine M. mit einer optischen Brille korrigierbar.

.Nachtblindheit: Reduziertes Sehvermögen in der Dämmerung oder in der Dunkelheit. Es gibt zwei verschiedene Arten von N.: Angeborene N. (vererbt) und Erworbene N. (kann z.B. durch Vitamin-A-Mangel oder verschiedenen Augenkrankheiten entstehen). Das zentrale Sehvermögen reduziert sich und der Betroffene ist höchst blendempfindlich.

.Nystagmus, auch Augenzittern: Unkontrolliertes, rhythmisches Augenzucken, wobei sich beide Augäpfel andauernd und gleichmäßig bewegen. Meist ist ein N. angeboren, kann aber auch durch andere Krankheiten entstehen. Kann zu Sehbeeinträchtigungen führen. Technische Hilfe (in Absprache mit Ihrer ärztlichen Betreuung): ein Bildschirmlesegerät.

.Presbyopie, auch Alterssichtigkeit: Eine Alterserscheinung, bei der die Flexibilität der Augenlinse abnimmt. Der Ziliarmuskel (Anpassung: Fern- und Nahsehen) kann sich nicht mehr zusammenziehen und so die Linsenbänder nicht mehr bewegen. Die Augen haben Schwierigkeiten mit der Naheinstellung, um z.B. Texte lesen zu können. Diese A. kann sich bereits ab dem 40. Lebensjahr bemerkbar machen. In den meisten Fällen ist sie mit einer optischen Brille korrigierbar.

.Retinoblastom, auch Augentumor: Krebserkrankung des Auges. Meist tritt sie im Kindesalter auf. Der Tumor entsteht aus entarteten Zellen der Netzhaut. Merkmale sind ein weißes Aufleuchten der Pupille. R. ist sehr schmerzhaft, denn es kann zu Schwellungen und Rötungen des Auges kommen.

.Retinopathia Pigmentosa, auch Retnitis Pigmentosa : Zerstörung der Netzhaut, die zunächst mit Blendempfindlichkeit und Nachtblindheit beginnt. Das Geschichtsfeld wird zunehmend von außen nach innen eingeengt (Tunnelblick oder Röhrenblick). Auch die Kontrast- und Sehschärfe nimmt deutlich ab. Dieser Prozess zieht sich meist über einen längeren Zeitraum hin. RP ist vererblich und kann zur Erblindung führen. Technische Hilfe (in Absprache mit Ihrer ärztlichen Betreuung): ein Bildschirmlesegerät, bei Erblindung Textvorlesegerät oder PC-Brailleausstattung.

.Strabismus, auch Schielen: Stellungsfehler der Augen, bei dem beide Augenachsen von der Parallelstellung abweichen. Es gibt mehrere Arten von S.: das latente S., das bei Belastung und Müdigkeit auftritt , das Begleits., das in den ersten Lebensjahren auftritt, das Lähmungss., das durch eine Augenmuskellähmung bei Verletzungen oder Entzündungen entsteht. S. kann erblich sein, aber auch Risikofaktoren während einer Schwangerschaft, oder einer Geburt können dafür ausschlaggebend sein. In vielen Fällen ist die Ursache im Auge selbst zu suchen (z.B. Brechfehler, einseitige Linsentrübung oder durch Verletzungen im Auge). Kann zu Sehbeeinträchtigungen führen, insbesondere beim räumlichen Sehen.

* Ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Wir danken Frau Andrea Wahl, LPF-Trainerin des Österreichischer Blinden- & Sehbehindertenverbandes, für Ihre Mithilfe.